Amt der Oö. Landesregierung
Direktion Soziales und Gesundheit
Abteilung Gesundheit
Bahnhofplatz 1, 4021 Linz
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Fax: +43 732/7720-214355
E-Mail: post@gesundes-oberoesterreich.at
http://www.gesundes-oberoesterreich.at

Gesundheitsförderung

Gesundheitsförderung und Prävention bilden einen besonderen Schwerpunkt im oberösterreichischen Gesundheitssystem.

Steigerung der Eigenverantwortung für die Gesundheit und Schaffung eines gesundheitsfördernden Lebensumfelds sind das Ziel dieses Programms.

Die Hände eines älteren Mannes und eines Kindes halten eine junge Pflanze vor einem grünen natürlichen Hintergrund im Frühjahr

"Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt ..." (Ottawa - Charta 1986)

Dachmarke Gesundes Oberösterreich

Unter der Dachmarke "Gesundes Oberösterreich" bietet das Land eine umfangreiche Palette an Aktivitäten, Veranstaltungen, Gesundheitsförderungs-, Präventionsprogrammen und Informationsmaterialien. Die Angebote orientieren sich an der Schulmedizin und den Grundsätzen wissenschaftlicher Erkenntnisse und zielen auf nachhaltige Veränderungen der Gesundheitsbedingungen ab. Für das Erreichen dieses Ziels wurden Zertifikate mit definierten Qualitätskriterien, wie das Qualitätszertifikat "Gesunde Gemeinde", die Auszeichnung "Gesunder Kindergarten" und das Zertifikat "Gesunde Küche" entwickelt.

Themenfelder

Das Angebot des Gesunden Oberösterreich befasst sich mit allen Themen der Gesundheitsförderung und Prävention. Schwerpunkt sind die Säulen

  • Bewegung
  • Ernährung
  • Psychosoziale Gesundheit
  • Medizinische Themen

Gesundheitsziele

Ein bewährtes Instrumentarium der Gesundheitspolitik sind die oö. Gesundheitsziele, auf deren Basis gesundheitspolitische Strategien und Konzepte für das Gesundheitswesen in Oberösterreich entwickelt werden. Kooperationspartner sind das Land gemeinsam mit der Gebietskrankenkasse, den Städten Linz und Wels und der Ärztekammer OÖ.

In den oö. Gesundheitszielen spiegeln sich die Hauptansätze der neuen europäischen Gesundheitspolitik "Gesundheit 2020" wider. Gemeint sind hier Werte wie Nachhaltigkeit, Solidarität und gleichberechtigte Chancen auf Gesundheit. Die oö. Gesundheitsziele stehen dabei im Einklang mit den 10 Rahmen-Gesundheitszielen für Österreich.

 

Oö. Gesundheitsziele bis 2020:

  1. Wohlbefinden in der Schule erhöhen
  2. Arbeitsplätze gesünder gestalten
  3. Gesundheit in den Gemeinden fördern
  4. Ernährung für Säuglinge und Kleinkinder verbessern
  5. Zahngesundheit der Kinder verbessern
  6. Bewegung im Jugendalter erhöhen
  7. Suchtprävention verstärken
  8. Psychosoziale Gesundheit junger Menschen stärken
  9. Ältere Menschen aktiv einbeziehen
  10. Verantwortung für Gesundheit gemeinsam wahrnehmen

Grundlagen der Gesundheitsförderung

Die wesentlichen Grundsätze zur Gesundheitsförderung finden sich in den Konzepten der Weltgesundheitsorganisation WHO. Diese definiert Gesundheit als den Zustand vollkommenen physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein als das Fehlen von Krankheit und Gebrechen. Gesundheit gilt dabei nicht als vorrangiges Lebensziel, sondern ist als wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens zu verstehen.


Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung - Rahmenkonzept "Gesundheit 2020"

Bereits im Jahr 1977 wurde im Rahmen der 30. Weltgesundheitsversammlung Gesundheit als ein grundlegendes Menschenrecht definiert und mit dem Ziel „Gesundheit für alle“ zu einem Schlüsselkonzept der WHO erklärt. Einen Meilenstein in der Entwicklung der Gesundheitsförderung stellt die Ottawa-Charta aus dem Jahr 1986 dar. Das Konzept definiert als Aufgabe der Gesundheitspolitik die Vertretung von Gesundheitsinteressen (Advocacy), die Befähigung des Einzelnen (Empowerment) und die Vernetzung verschiedener Sektoren (Networking). Die Förderung von umfassendem Wohlbefinden nimmt dementsprechend alle Politikbereiche in die Pflicht. Um die Maßnahmen zur Gesundheitsförderung den aktuellen Entwicklungen anzupassen wurde der Ansatz im Jahr 1998 zur „Gesundheit für alle im 21. Jahrhundert, Gesundheit 21“ weiterentwickelt.

Für die europäische Region wurde 2012 mit dem Rahmenkonzept „Gesundheit 2020“ die Bedeutung gesamtstaatlichen und gesamtgesellschaftlichen Handelns verankert. Ziele des Ansatzes sind die Verbesserung der Gesundheit und die Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten sowohl innerhalb als auch zwischen den Mitgliedsländern. Der Gesundheitsförderung wir dabei ein besonderer Stellenwert zugeschrieben. Das Konzept betont die Bedeutung von Gesundheit für die ökonomische und soziale Entwicklung der Gesellschaft und basiert auf dem, in der Satzung der WHO verankerten, Menschenrecht auf Gesundheit.


Erklärung von Shanghai über Gesundheitsförderung

Mit der "Shanghai Declaration on promotig health in the 2030 Agenda for Sustainable Development" wurde 2016 der Gesundheitsförderungsansatz nochmals erweitert. Die Verbindung mit den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDG) macht die starke Verbundenheit des Gesundheitsbegriffs mit gesellschaftlicher Weiterentwicklung deutlich. Gesundheit und Wohlbefinden gelten als Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung bildet die Basis: Bürgerinnen und Bürger sollen befähigt werden verantwortlich für sich und die Gesundheit ihrer Mitmenschen zu handeln.

 

 

Weiterführende Informationen