Amt der Oö. Landesregierung
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Die eigene psychische Widerstandskraft stärken

Unser gewohnter Alltag ist zurück und wir erfreuen uns an der „Beinahe-Normalität“. Für einige Menschen bestehen jedoch weiterhin Ängste und Unsicherheiten, sei es im Hinblick auf die wirtschaftliche Situation oder auch der Möglichkeit einer zweiten Krankheits-Welle. Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, die eigene psychische Widerstandskraft zu stärken und Ressourcen zu mobilisieren.

 (Quelle: AdobeStock)

Genuss, Spaß und Freude im Alltag stärkt die innere Widerstandskraft

Tipps und Anregungen:

  • Erinnern Sie sich bewusst an Ihre eigenen Stärken und Kompetenzen. Wie haben Sie die Corona-Krise bewältigt? Welche Ressourcen haben Ihnen geholfen? Konnten Sie der Krise auch etwas Positives abgewinnen (z.B. mehr Zeit mit der Familie)?
  • Kontrolle und Sicherheit ist wichtig um möglichen Krisen zu trotzen. Setzen Sie konkrete Schritte und strukturieren Sie Ihren Alltag. Planen Sie beängstigende Situationen vorab und/oder holen Sie sich Unterstützung, wenn nötig. Routinen geben zusätzlich Sicherheit.
  • Sorgen Sie für Entspannung und genügend Schlaf! Achten Sie auf ausgewogene Ernährung und auf ausreichend Bewegung. Tauschen Sie sich regelmäßig mit Ihrem sozialen Umfeld aus und lassen Sie Genuss, Spaß und Freude nicht zu kurz kommen. So können Sie inneren Anspannungen vorbeugen.
  • Alle Gefühle sind erlaubt! Seien Sie nachsichtig mit sich selbst und Ihren Mitmenschen. Sorgen Sie für Rückzugsmöglichkeiten und Abstand, sollten Konfliktherde entstehen.
  • Soziale Verpflichtungen können überfordern. Achten Sie auf Ihre Bedürfnisse und sagen Sie ruhig auch einmal „nein“. Sprechen Sie konkret an, wenn Sie sich unwohl fühlen oder sorgen Sie, falls nötig für zusätzliche Schutzmaßnahmen.
  • Finden Sie einen gesunden Umgang mit (sozialen) Medien und versuchen Sie sich abzugrenzen. Seien Sie ruhig auch einmal offline.
  • Auch Ihre Kinder können mit Ängsten und Unsicherheiten konfrontiert sein. Nehmen Sie diese ernst und schenken Sie Ihren Kindern die nötige Zuwendung. Rituale sorgen bei jüngeren Kindern für Stabilität. Jugendliche benötigen den Austausch mit Freunden.

Es ist wichtig, sich zu fragen: „Was kann ich konkret tun?“. Sie können in gewissem Maße beeinflussen, wie stark Sie eine mögliche Krise trifft. Vielleicht ist es auch notwendig, dass Sie sich Unterstützung holen. Wenden Sie sich an Psychologinnen/Psychologen oder Ärztinnen/Ärzte - vor allem, wenn Sie Ängste, Panikattacken, erhöhtes Suchtverhalten oder Schlafstörungen haben oder depressiv sind. Sie werden damit nicht alleine gelassen.