Amt der Oö. Landesregierung
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Wandern - gesund und im Trend

Das Image des Wanderns ist moderner geworden. Die Sportart erfreut sich auch bei Jüngeren immer größerer Beliebtheit. Unter den aktiven Wanderern findet man mittlerweile alle Bevölkerungsschichten, jüngere wie ältere Menschen, wobei die Regelmäßigkeit stark vom Alter abhängig ist. Mit zunehmendem Alter steigt aber die Wanderlust.

Großer Schönberg

Beim Wandern der Hektik des Alltags entfliehen

Motiv Gesundheit

Das Motiv von heute ist ebenso freizeitorientiert, allerdings ist das Kernmotiv fürs Wandern die Gesundheit. Mehr als 60 Prozent der aktiven Wanderer wandern, um ihre Gesundheit zu stärken. Überraschend ist, dass sich dieses Motiv nicht nur bei den älteren Wanderern durchsetzt, sondern auch bei den Jungen. Schon jeder zweite der unter 25-Jährigen gibt an, durch Wandern etwas für die Gesundheit tun zu wollen.

Viele positive Effekte

Wandern ist eine Freizeitaktivität mit vielen positiven Effekten nicht nur auf physischer Ebene - Stärkung des Herzkreislaufsystems, Verbesserung des Stoffwechsels, Steigerung des Immunsystems oder Stärkung des Bewegungsapparats, sondern auch auf psychischer Ebene. Durch das langanhaltende Gehen werden körpereigene Glückshormone wie Dopamin und Serotonin gebildet, die die Stimmungslage heben und das im Körper vorhandene Stresshormon Kortisol reduzieren.

Mittel gegen Stress

Wandern steigert auch die Resistenz gegenüber Stress und erleichtert die Stressbewältigung. Die entschleunigende und ausgleichende Wirkung auf unseren Körper ist somit ein probates Mittel zum Abbau von Stress. Der Wunsch auszubrechen, Kraft zu tanken, die Schönheit und Vielfalt der Natur am eigenen Leib zu spüren, draußen zu sein und der Hektik des Alltags zu entfliehen, hat mittlerweile einen regelrechten Wander-Boom ausgelöst.

Gesundheitstipps

von Sportwissenschafterin Mag. Doris Rauch

Bewegungsübungen beim Wandern
Die positive Wirkung des Wanderns kann zusätzlich noch gesteigert werden, indem es mit speziellen Kräftigungs-, Mobilisations-, Koordinations- und Entspannungsübungen kombiniert wird. Dazu unterbrechen Sie Ihre Wanderung zweimal an einem schönen Platz, einer Lichtung oder an einem Bach und führen verschiedene Bewegungsübungen durch:

  • Berühren Sie mit dem rechten Ellbogen vor dem Oberkörper das linke Knie und umgekehrt.
  • Verweilen Sie mit geschlossenen Augen im Einbeinstand und lauschen dem Rauschen des Baches.
  • Abwechselnd mit dem rechten und linken Fuß einen Stock balancieren.
  • Auf weichem Waldboden abwechselnd vom Fersenstand in den Zehenstand gehen.
  • Rückwärts über einen Baumstamm gehen/balancieren.
  • Liegestütze gegen einen Baum.
  • Auf einem Stein den Fuß ablegen, den Rücken gerade halten und die hintere Oberschenkelmuskulatur dehnen.
  • In Schrittstellung das Gewicht auf das vordere Bein verlagern und das Knie beugen, dabei das hintere Bein gestreckt und die Ferse am Boden lassen.
  • Oder erhöhen Sie einfach zwischendurch die Gehgeschwindigkeit.